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3. Oktober 1626: Die sächsischen Soldaten wollen nach Hause

Für Kursachsen war der Krieg im Verlauf des Jahres 1626 bedrohlich nahe gekommen. Letztlich hatte das Territorium aber Glück gehabt, die Operationen der verschiedenen Kriegsparteien hatten sich andernorts abgespielt. Trotzdem hatte man sich auf Kämpfe vorbereitet und dafür auch die Landesdefension aktiviert, d.h. kursächsische Untertanen waren zur Verteidigung des Landes aufgeboten worden.

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23. September / 3. Oktober 1626: Die Mansfelder in Schlesien

Nach der Niederlage an der Dessauer Brücke1 war Mansfeld mit den verbliebenen Truppen weiter nach Osten gezogen; vor allem in Schlesien hatte er sich aufgehalten, doch sein Ziel war, weiter nach Ungarn vorzustoßen und die Verbindung zum Fürsten von Siebenbürgen aufzubauen2.

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  1. 25. April 1626: Ein Sieg Wallensteins. dk-blog. Abgerufen am 26. Juni 2026 von https://doi.org/10.58079/163rk . [↩]
  2. Siehe Krüssmann, S. 608-614 u. 616-619. [↩]

25. September 1625: Köln geht gegen falsche Münzen vor

Bereits in den ersten Kriegsjahren überschwemmten gefälschte Münzen das Reich: In den sog. Kipper- und Wipperjahren sorgte eine massive Münzverschlechterung für wirtschaftliche Probleme1. Ab 1623 beruhigte sich zwar die Situation weitgehend, doch Falschgeld war nach wie vor im Umlauf. Im Frühherbst 1626 verschärfte sich die Lage wieder.

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  1. Siehe Rosseaux, Ulrich, Die Kipper und Wipper als publizistisches Ereignis (1620-1626). Eine Studie zu den Strukturen öffentlicher Kommunikation im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges (Schriften zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte, 67), Berlin 2001, S. 68 f. [↩]

14. September 1626: Ein kaiserlicher Schutzbrief für die Stadt Nürnberg

Kriegszeiten waren unsichere Zeiten, und deswegen war die Frage, wie der Schutz der Bevölkerung sichergestellt werden konnte, ein stets aktuelles Thema. Eine Antwort darauf waren sog. Salvaguardien, also Schutzbriefe, die von einer kriegführenden Partei ausgestellt wurden. Nutznießer waren vielfach Reisende, aber auch Dörfer und Städte profitierten davon1.

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  1. Beispiele dafür hier: Eine Salvaguardia für einen Boten. dk-blog. Abgerufen am 13. September 2026 von https://doi.org/10.58079/nsgw ; 2. September 1624: Das Haus Hatzfeldt als Teil der kaiserlichen Klientel. dk-blog. Abgerufen am 13. September 2026 von https://doi.org/10.58079/128l3 ; Der Hansetag von 1628 – ein Kölner Reisebericht, II. dk-blog. Abgerufen am 11. September 2026 von https://doi.org/10.58079/nscm ; Mord an einem Franziskaner. dk-blog. Abgerufen am 11. September 2026 von https://doi.org/10.58079/nsam . [↩]

10. September 1626: Gronsfeld wird Oberst

Die Sieg der ligistischen Armee bei Lutter hatte nicht nur Auswirkungen auf die Machtverhältnisse im Niedersächsischen Reichskreis, indem nun das militärische Übergewicht der kaiserlichen Seite unübersehbar wurde. Ein solcher Schlachtensieg stellte auch für viele einzelne Beteiligte eine Zäsur dar. Einer von ihnen war Jobst Maximilian Graf von Gronsfeld.

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5. September 1626: Kurbayerische Pläne nach dem Sieg bei Lutter

Der Sieg Tillys über Christian IV. von Dänemark bei Lutter am Barenberg gab auch dem bayerischen Kurfürsten politischen Auftrieb. Kaum daß die Nachricht in München eingetroffen war, schickte der Kurfürst einen Kurier nach Wien.

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27. August 1626: Flugschriften zur Schlacht bei Lutter am Barenberge

Im Sommer 1626 rückte die Armee der Liga weiter vor. Nachdem Tilly am 11. August Göttingen eingenommen hatte, wandte er sich gegen Nordheim, als ihn die Nachricht erreichte, daß die Armee Christians IV. aufgebrochen war und am 16. August ihrerseits Nordheim erreichte. Bevor Tilly auf den Feind traf, wollte er jedoch Verstärkungen abwarten, die ihm von Wallenstein zugesagt worden waren.

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27. August 2026: Eine Kirche für den Pfalzgrafen

Schon seit 1621 befand sich Friedrich von der Pfalz, der geächtete König von Böhmen, im Haager Exil. Die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr in seine verlorenen Stammlande war schnell zerstoben, längst richtete sich der Pfälzer Hof bei den Generalstaaten ein. Über die Situation dort informierte immer wieder auch die damalige Publizistik.

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9. August 1626: Besuch in Alkmar

Immer noch befand sich Christian II. von Anhalt-Bernburg mit seiner Frau auf der Hochzeitsreise, und immer noch hielt sich die junge Familie in den Niederlanden auf1. Weit weg von den militärischen Entscheidungen, die sich im Reich anbahnten, schaute sich der Anhaltiner Fürst bei den Generalstaaten um und machte dort unterschiedliche Erfahrungen.

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  1. Vgl. 24. Mai 1626: Die Festung Coevorden wird besichtigt. dk-blog. Abgerufen am 10. August 2026 von https://doi.org/10.58079/168wy . [↩]

7. August 1626: Der Blutbann für Breitenegg?

Auch wenn Tilly im Niedersächsischen Reichskreis die Truppen der Liga kommandierte, kümmerte er sich weiterhin um seinen eigenen Besitz. Vor mehr als zwei Jahren hatte Maximilian von Bayern seinem Feldherrn die Herrschaft Breitenegg in der Oberpfalz übertragen. Die Ausgestaltung dieses Besitzes war jedoch nach wie vor ein nicht abgeschlossenes Thema.

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23. Juli 1626: Der Kaiser greift in Osnabrück ein

Es kam eher selten vor, daß die Ritterschaft des Hochstifts Osnabrück ein kaiserliches Schreiben erhielt. Im Juli 1626 hielt es Ferdinand II. aber für nötig, sich an die Landstände dieses Territoriums zu wenden. Denn er hatte etwas klarzustellen, was „kurz vor diser zeit“, wie es in seinem Schreiben hieß, passiert war.

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21./23. Juli 1626: Kriegsbelastungen im Amt Belzig und in Wittenberg

Auch wenn sich ein Landesherr nicht aktiv in kriegerische Auseinandersetzungen einmischte, waren seine Territorien nicht vor den Auswirkungen ders Kriegs gefeit. Wie immer reichte es schon, wenn Truppen in der Nähe einquartiert waren. Diese Erfahrung machte im Juli 1626 der Kurkreis, d.h. das nördlichste Territorium des Kurfürstentums Sachsen.

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10. Juli 1626: Angst vor der Pest

Wie in vielen anderen Territorien des Heiligen Römischen Reichs gab es auch in Kursachsen eine Landesverteidigung, in der die Untertanen in einem Defensionswerk für den militärischen Schutz der eigenen Lande organisiert waren. Auch die Stadt Naumburg stellte ein Fähnlein „Defensionisten“, wie sie sich nannten. Eingesetzt war diese Einheit nicht in ihrer Heimatstadt, sondern in Eisleben.

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9. Juli 1626: Warum Tilly nicht mit Wallenstein kooperieren will

Seit Monaten gab es endlich die so lange ersehnte Verstärkung an kaiserlichen Truppen im Feld. Die Klagen der Katholischen Liga, den Krieg gegen die vielen Feinde des Kaisers allein führen zu müssen, sollten sich erledigt haben. Doch nun tauchten andere Probleme auf. Dies wurde im Sommer 1626 deutlich, als die Frage im Raum stand, wie die Truppen Tillys und Wallensteins zusammen agieren sollten.

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22. Juni 1626: Ein hessischer Kommunikationstag in Kassel

Als Feldherr kämpfte Tilly vor allem gegen die Truppen Christians IV. von Dänemark und auch Mansfelds. Doch schon seit längerer Zeit fühlte er sich ausgesprochen unsicher wegen der politischen Entwicklung in Hessen-Kassel. Vieles deutete darauf hin, daß Landgraf Moritz die Unternehmungen der Feinde des Kaisers tatkräftig unterstützte. Selbst die Belagerung Mündens erklärte er mit dem Argument, daß die Stadt in konspirativem Kontakt zum hessischen Landgraf stünde1.

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  1. Vgl. Generalleutnant Tilly an Kurfürst Maximilian von Bayern, Münden 10. Juni 1626, Bay HStA Kurbayern Äußeres Archiv 2367 fol. 402-402‘ Ausf. [↩]