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9. Juli 1626: Warum Tilly nicht mit Wallenstein kooperieren will

Seit Monaten gab es endlich die so lange ersehnte Verstärkung an kaiserlichen Truppen im Feld. Die Klagen der Katholischen Liga, den Krieg gegen die vielen Feinde des Kaisers allein führen zu müssen, sollten sich erledigt haben. Doch nun tauchten andere Probleme auf. Dies wurde im Sommer 1626 deutlich, als die Frage im Raum stand, wie die Truppen Tillys und Wallensteins zusammen agieren sollten.

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3. Mai 1626: Die „Leibsschwachheit“ des Feldherrn

Als Tilly im Jahr 1620 zum böhmischen Feldzug aufbrach, war er längst über 60 Jahre alt. Die Katholische Liga vertraute also darauf, daß ihr Feldherr auch in diesem Alter noch alle Strapazen des Kriegs überstehen und dabei die Armee siegreich anführen würde.

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2. März 1626: Ein geplatzter Dienstwechsel

Es war noch nie einfach, sich der Dienste guter Leute zu versichern. Das galt auch für die Offiziere in der Katholischen Liga. Sie überlegten immer wieder, ob es sich noch lohnte, die militärische Karriere weiter in dieser Armee zu verfolgen. Zu ihnen gehörte auch Graf Anholt.

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2. Dezember 1625: Kurfürstliches Lob für die Offiziere

Der Erfolg der ligistischen Waffen in den Kämpfen bei Seelze war für den Ausgang des Feldzugs keineswegs ein entscheidendes Treffen1. Doch es gab der kaiserlichen Seite großen Auftrieb, besonders in München überwogen Erleichterung und Freude angesichts des Siegs.

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  1. Siehe 4. November 1625: Ein „ritterliches“ Treffen. dk-blog. Abgerufen am 8. November 2025 von https://doi.org/10.58079/1539o . []

12. August 1625: Schutz für einen „von vnß […] dependirenden officir“

Für alle katholischen Reichsstände am Niederrhein war klar, wo der Feind stand, eigentlich. Denn die größte Bedrohung ging seit Jahren von den Generalstaaten aus, zudem war immer wieder mit Einfällen und Durchzügen der Truppen Mansfelds und Christians von Braunschweig zu rechnen. Um so auffälliger, wenn es unter den katholischen Ständen selbst kriselte und Drohungen ausgesprochen wurden.

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26. Juni 1625: „Jn Summa / er verderbt das Clevische Land im grund“

Mit dem absehbaren Ende der Kämpfe um Breda suchte auch Ernst von Mansfeld, der mit seinen Truppen in der Endphase dieser Belagerung engagiert gewesen war, ein neues Kriegstheater. Spannungen mit den Generalstaaten und auch dem Prinzen von Oranien beförderten diese Entscheidung; er wandte sich in Richtung Niederrhein1.

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  1. Siehe Krüssmann, S. 562 ff. []

23. Juni 1625: Das Dilemma des Feldherrn

Lange war Tilly mit der ihm unterstellten Armee in Hessen geblieben. Mittlerweile jedoch hatte er sich mit dem Gros dieser Truppen in Marsch gesetzt und das Hochstift Paderborn erreicht. Von hier aus meldete er sich bei seinem Kriegsherrn Maximilian von Bayern.

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7. Januar 1625: Eine verunsicherte Liga

Bereits in den Jahren zuvor hatte sich gezeigt, wie wenig der Winter militärische Aktivitäten zu unterbinden vermochte. Sicherlich gab es keine größeren Operationen, doch auch inmitten der kalten Jahreszeit sahen sich die Militärs veranlaßt, Planungen zu entwerfen und sich auf mögliche Bedrohungen einzustellen. Denn eins war klar: der Feind gab keine Ruhe.

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22. Mai 1624: Neue verdächtige Werbungen

Die Lage im Niedersächsischen Reichskreis war ruhig. Doch diese Ruhe war trügerisch, jedenfalls schätzte man dies auf Seiten der Katholischen Liga so ein. Entsprechend gab Maximilian von Bayern seinen Militärs Anweisungen, auf verdächtige Anzeichen hin sofort Nachricht zu geben.

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6. August 1623: Die Schlacht bei Stadtlohn und ein erschöpfter Sieger

Im Juli wurde endgültig klar, daß der Niedersächsische Reichskreis keine Konfrontation mit dem Kaiser wollte – zumindest wollte der Kreis nicht als Unterstützer Christians von Braunschweig in den Krieg hineingezogen werden. Christian mußte deswegen das Kreisgebiet binnen kurzer Zeit verlassen. Er wandte sich nach Westen und hoffte dort auf den Anschluß an die Generalstaaten.

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29. Juni 1623: Wer ersetzt Tilly? Ein bayerischer Notfallplan

Seit dem Feldzug gegen die böhmischen Stände wurden die Truppen der Katholischen Liga von Tilly kommandiert. Natürlich war Maximilian von Bayern formal der General, d.h. der eigentliche Oberkommandierende, und Tilly sein Generalleutnant, also sein Stellvertreter im Feld. Faktisch aber führte Letzterer seit 1620 den Krieg. Was aber, wenn man Tilly ersetzen müßte?

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17. Juni 1623: Der bayerische Kurfürst will einen Befehl

Im Frühsommer war die Armee der Katholischen Liga in einer schwierigen Situation. Tilly stand mit seinen Truppen nicht weit entfernt von den Territorien des Niedersächsischen Reichskreises, wo sich die Armee Christians von Braunschweig befand. Dieser wurde zwar als Bedrohung wahrgenommen, verhielt sich aber keineswegs offen feindselig. Was sollte der Feldherr der Liga nun unternehmen?

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25. Februar 1623: „grosser mangell vnd allerleÿ Confusion“. Die Ligaarmee am Ende des Winters

Während der Verhandlungen auf dem Regensburger Fürstentag machte der Krieg keine Pause. Die Armee der Katholischen Liga bereitete sich mittlerweile auf den nächsten Feldzug vor; Generalleutnant Tilly war mit den Vorbereitungen für den Abmarsch seiner Hauptarmee vollauf beschäftigt.

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3. Dezember 1622: Kurkölnische Nöte

Das Jahr 1622 hatte einige militärische Erfolge gebracht, doch sicher fühlten sich viele Stände der Katholischen Liga keineswegs. Ein besonderes Bedrohungsszenario entwickelte sich für Kurköln. Mit der Wiederaufnahme des Kriegs zwischen Spanien und den Generalstaaten waren seit 1621 die Spannungen in der Region größer geworden. Nun aber befanden sich mit Mansfeld und Christian von Braunschweig auch zwei gefährliche Gegner in den Niederlanden1.

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  1. Nach Fleurus war klar, daß man mit beiden Kriegsunternehmern nach wie vor als Kontrahenten im Krieg rechnen mußte, siehe “29. August 1622: Die Schlacht bei Fleurus”, in: dk-blog, 30. August 2022, https://dkblog.hypotheses.org/3640 . []

31. Juli 1622: „daß der feindt auf dz eüsseriste persequirt“

Im Frühsommer war es gelungen, die feindlichen Truppen in verschiedenen Treffen zu schlagen und zurückzudrängen. Doch wie sollte es nun weitergehen? Auch wenn die Kaiserlichen, die Spanier und die Katholische Liga gemeinsam operierten, entwickelten sie ganz unterschiedliche Vorstellungen.

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