Im Frühsommer 1625 war es soweit: Wallenstein, der schon länger zuvor mit dem Kaiser über ein militärisches Kommando verhandelt und dabei eigeninitiativ Angebot gemacht hatte, wurde tatsächlich zum kaiserlichen Feldherrn berufen. Dabei handelte es sich nicht um einen singulären Akt, vielmehr gab es verschiedene Schriftstücke, die diesen Prozess dokumentierten. Ein wichtiger Schritt war dabei Patent vom 25. Juli 1625, mit dem Kaiser Ferdinand II. Wallenstein zum General über das kaiserliche Kriegsvolk erklärt.
„Wallensteins Generalspatent von 1625“ weiterlesenSchlagwort: Ferdinand II.
Stichtag 30. April 1619: Ein Raub aus Loyalität
Im Frühjahr 1619 stand vor allem die Frage im Raum, wie sich die anderen Länder der böhmischen Krone zur ständischen Regierung in Prag verhalten würden: Waren sie bereit, sich anzuschließen, oder würden sie dem Haus Habsburg treu bleiben? Im April wollten die Böhmen nicht länger zuwarten und ließen eigene Truppen nach Mähren einrücken, um dieses Land mehr oder weniger gewaltsam für die böhmische Sache zu gewinnen – in der durchaus berechtigten Hoffnung, daß viele Mährer Sympathien für Prag hegten und bereit waren, gegen Wien gemeinsame Sache zu machen.
„Stichtag 30. April 1619: Ein Raub aus Loyalität“ weiterlesenStichtag 16. April 1619: Der bayerische Blick auf Böhmen
Was in Böhmen und überhaupt in den habsburgischen Erbländern vor sich ging, erregte auch im Reich großes Interesse. Über die äußerst prekäre Situation der Habsburger war man sich durchweg im Klaren, und so warteten viele Reichsfürsten teils mit gespannter Erwartung, teils mit Sorge auf Neuigkeiten aus Böhmen.
„Stichtag 16. April 1619: Der bayerische Blick auf Böhmen“ weiterlesenStichtag 2. April 1619: Ein Brief an die Schlesier
Aus habsburgischer Sicht saß der eigentliche Gegner in Böhmen: Hier organisierten die sog. Direktoren den Widerstand gegen und die Loslösung von der Herrschaft des Hauses Habsburg. Wie aber würden sich die anderen Erbländer verhalten? An dieser Frage hatte sich auch durch den Tod Kaiser Matthias‘ am 20. März 1619 nichts geändert. Ferdinand, König von Böhmen und Ungarn, wandte sich am 2. April 1619 erstmalig an die Schlesier, um auf die dortige Entwicklung Einfluß zu nehmen.
„Stichtag 2. April 1619: Ein Brief an die Schlesier“ weiterlesenStichtag 26. März 1619: Verhandlungen nur mit verläßlichen Leuten!
Mußte es wegen Böhmen wirklich Krieg geben? Anfang 1619 sah man noch eine Chance auf einen Ausgleich, als man einen Interpositionstag vereinbarte, also eine Konferenz, auf der die strittigen Punkte schiedlich beigelegt werden sollten. Nun zeigten bereits die Vorverhandlungen, wie schwierig es überhaupt war, die Modalitäten für eine solche Zusammenkunft zu regeln.
„Stichtag 26. März 1619: Verhandlungen nur mit verläßlichen Leuten!“ weiterlesenStichtag 20. März 1619: Der Tod des Kaisers
Kaiser Matthias war als Oberhaupt des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation fraglos ein mächtiger Mann. Tatsächlich aber vermittelte er schon seit längerem den Eindruck eines schwachen und insbesondere entschlußschwachen Herrschers. Kein Wunder, daß in der Folge der böhmischen Krise Erzherzog Ferdinand die Initiative an sich gerissen und mit Kardinal Klesl den wichtigsten Berater und Vertrauten des Kaisers kaltgestellt hatte (vgl. Das Ende eines Vermittlers). „Stichtag 20. März 1619: Der Tod des Kaisers“ weiterlesen
Ein Gespenst in der Hofburg
Ein Gespenst ging um „zu Wien in der Key. Burck“. Am Abend des 21. Dezember 1618 kam diese Erscheinung und verbreitete einen gehörigen Schrecken. Berichtet wurde darüber in einem „aviso“, wie die Flugschrift sich selbst bezeichnete: „Eine erschreckliche und warhaffte newe Zeitung/ so sich zu Wien in der Key. Burck begeben und zugetragen hat/ 24. Decembris des 1618. Jahrs/ wie diese aviso ferner vermeldet“ „Ein Gespenst in der Hofburg“ weiterlesen
Die Frau des Kaisers
Über Kaiser Ferdinand II. wissen wir ganz gut Bescheid – über seine politischen Ziele, seine konfessionellen Vorstellungen und auch über einige private Dinge in seinem Leben. Aber wie steht es um seine Frau Eleonora Gonzaga? Das historische Urteil über sie fällt eindeutig aus: politisch sei sie völlig unbedeutend gewesen. Dies hat nun Matthias Schnettger in einem kürzlich veröffentlichten Beitrag infrage gestellt: „Die Frau des Kaisers“ weiterlesen
Ein Neujahrsgruß an Kursachsen, 1619
„… sintemallen gott der allmechtig uns abermallen dises neue jar erlöben lassen, aber habe ich keinen umgang nemen kindten, dasselbige von seiner allmacht E. L. gliggsellig zu wintschen, den allerhöchsten bittend, daß derselbe E. L. bei guetter, gedeuhlicher leibsgesundthait unnd aller prosperitet langwierig halten wölle, …“ – so begann der Neujahrsgruß, den Erzherzog Ferdinand an Kurfürst Johann Georg von Sachsen am 3. Januar 1619 aus Wien schrieb (Briefe und Akten zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, Bd. 1,1, S. 128 Anm. 1). „Ein Neujahrsgruß an Kursachsen, 1619“ weiterlesen
Das Ende eines Vermittlers
Wie geht man mit rebellischen Ständen um? Seit dem Fenstersturz beschäftigte diese Frage die Habsburger in Wien. Es gab grundsätzlich zwei unterschiedliche Antworten darauf: eine vermittelnde und eine kompromißlose. „Das Ende eines Vermittlers“ weiterlesen
Stichtag 27. März: Ungarischer Widerstand gegen Habsburg
Die Habsburger waren sich stets dessen bewußt, wie kompliziert es war, die Herrschaftsnachfolge in ihren Herrschaftsgebieten zu sichern. In einem solchen composite state war es alles andere als unüblich, daß ein neuer Monarch sich die Herrschaftsbefugnisse in den einzelnen Erblanden gesondert versichern mußte. „Stichtag 27. März: Ungarischer Widerstand gegen Habsburg“ weiterlesen
Die protestantischen Kurfürsten und die Entlassung Wallensteins
Dieser Text führt einen Gedanken weiter, der vor einigen Wochen in „Neuigkeiten aus Regensburg, II“ angesprochen wurde. „Die protestantischen Kurfürsten und die Entlassung Wallensteins“ weiterlesen
Neuigkeiten aus Regensburg, I
Wenn sich die Mächtigen treffen, steigen die Erwartungen, daß auch große Dinge beschlossen werden. Nicht anders war es beim Kurfürstentag in Regensburg, der im Sommer 1630 zusammentrat. Entsprechend vielfältige sind auch die publizistischen Zeugnisse, die über die Regensburger Ereignisse berichteten. „Neuigkeiten aus Regensburg, I“ weiterlesen
Ein kaiserlicher Glückwunsch, II
Die Verbindung zwischen Katharina von Brandenburg, der Schwester des brandenburgischen Kurfürsten, und Bethlen Gabor war eine hochpolitische Verbindung, die zumal am Kaiserhof neue Befürchtungen auslösen mußte. Entsprechend war auch die Reaktion Ferdinands II., der in seinem Glückwunsch an Georg Wilhelm ziemlich unverhüllt die politische Dimension dieser Verbindung ansprach (s. Ein kaiserlicher Glückwunsch, I). „Ein kaiserlicher Glückwunsch, II“ weiterlesen
Ein kaiserlicher Glückwunsch, I
Ein freudiges Ereignis stand bevor: Markgräfin Katharina, die Schwester des Kurfürsten von Brandenburg Georg Wilhelm, sollte bald heiraten; Bethlen Gabor, Fürst von Siebenbürgen, sollte der Ehemann werden. Eine solche Fürstenhochzeit wurde bei den anderen Dynastien bekannt gegeben, oftmals verbunden mit einer Einladung, an den Feierlichkeiten teilzunehmen. „Ein kaiserlicher Glückwunsch, I“ weiterlesen