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9. Juli 1626: Warum Tilly nicht mit Wallenstein kooperieren will

Seit Monaten gab es endlich die so lange ersehnte Verstärkung an kaiserlichen Truppen im Feld. Die Klagen der Katholischen Liga, den Krieg gegen die vielen Feinde des Kaisers allein führen zu müssen, sollten sich erledigt haben. Doch nun tauchten andere Probleme auf. Dies wurde im Sommer 1626 deutlich, als die Frage im Raum stand, wie die Truppen Tillys und Wallensteins zusammen agieren sollten.

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22. Juni 1626: Ein hessischer Kommunikationstag in Kassel

Als Feldherr kämpfte Tilly vor allem gegen die Truppen Christians IV. von Dänemark und auch Mansfelds. Doch schon seit längerer Zeit fühlte er sich ausgesprochen unsicher wegen der politischen Entwicklung in Hessen-Kassel. Vieles deutete darauf hin, daß Landgraf Moritz die Unternehmungen der Feinde des Kaisers tatkräftig unterstützte. Selbst die Belagerung Mündens erklärte er mit dem Argument, daß die Stadt in konspirativem Kontakt zum hessischen Landgraf stünde1.

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  1. Vgl. Generalleutnant Tilly an Kurfürst Maximilian von Bayern, Münden 10. Juni 1626, Bay HStA Kurbayern Äußeres Archiv 2367 fol. 402-402‘ Ausf. []

9. Juni 1626: Tilly nimmt Münden ein

Ende Mai 1626 ergriffen die Truppen der Katholischen Liga wieder die Initiative und griffen in den Raum zwischen Weser und Leine aus; insbesondere die drei Städte Göttingen, Northeim und Münden standen im Fokus. Sie waren allesamt noch unbezwungen, insbesondere die letztere von den dreien hatte sich vor Wochen schon als rebellisch erwiesen1: Gegen sie rückte Tilly zuerst vor.

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  1. Siehe dazu die Hinweise in: 3. Mai 1626: Die „Leibsschwachheit“ des Feldherrn. dk-blog. Abgerufen am 7. Juni 2026 von https://doi.org/10.58079/166b3 . []

28. Mai 1626: Ein florentinischer Prinz kündigt sich an

Krieg war ein Geschäft. Dieses Phänomen ist schon des öfteren hier angesprochen worden. Doch nicht alle Offiziere waren Kriegsunternehmer. Es gab auch einige junge Adlige, die aus Interesse am Kriegswesen ins Heerlager zogen. Ein Feldlager war immer auch eine Form der Kriegsschule, die im Gegensatz zu einem theoretischen Studium und den Übungen einer Fechtschule die Realität des Kriegs nahebrachte.

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3. Mai 1626: Die „Leibsschwachheit“ des Feldherrn

Als Tilly im Jahr 1620 zum böhmischen Feldzug aufbrach, war er längst über 60 Jahre alt. Die Katholische Liga vertraute also darauf, daß ihr Feldherr auch in diesem Alter noch alle Strapazen des Kriegs überstehen und dabei die Armee siegreich anführen würde.

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26. April 1626: Tillys Armee unter Druck

Während Wallenstein sich vor allem den dänischen Truppen und Mansfeld gegenübersah, kämpfte die Armee der Katholischen Liga in diesen Wochen gegen Christian von Braunschweig. Über die Herausforderungen dieser Kämpfe berichtete Tilly wie gewöhnlich seinem Kriegsherrn Maximilian von Bayern1.

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  1. Zur Situation allgemein Onno Klopp, Der dreißigjährige Krieg bis zum Tode Gustav Adolfs 1632. Zweite Ausgabe des Werkes: Tilly im dreißigjährigen Kriege, Bd. 2: Vom Beginne 1621 an bis zur Übertragung des Herzogthums Mecklenburg an Wallenstein 1628, Paderborn 1893, S. 610-614. []

14. April 1626: Wallensteins Leistungsbericht für den Kaiser

Mochte Wallensteins Armee auch als Hilfskorps für die Truppen der Katholischen Liga aufgestellt worden sein, waren es immer noch Truppen des Kaisers. Und so hatte Wallenstein auch Ferdinand II. regelmäßig über seine Aktivitäten zu berichten.

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17. März 1626: Planungen für den Feldzug im Jahr 1626

Wie sollte die Armee der Katholischen Liga den anstehenden Feldzug des kommenden Jahres angehen? Diese Frage war zentral für die Vorbereitungen, die nun zum Ende des Winters vorangetrieben wurden.

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24. Februar 1626: Der Kurfürst verweigert die Annahme eines Briefs

Die Korrespondenzen zwischen Maximilian von Bayern und seinem Feldherrn Tilly waren über Jahre hinweg voller Diskussionen zu Sachfragen in militärischer Hinsicht und zu politischen Problemen. Manchmal kamen aber auch Themen auf, die rein formaler Natur waren – zumindest vordergründig.

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4. und 8. Februar 1626: Falschnachrichten, erstunken und erlogen!

Wie Nachrichten zu bewerten waren, stellte auch die Zeitgenossen im frühen 17. Jahrhundert vor Probleme. Zunächst sicher Verbürgtes stellte sich später als unwahr heraus, wobei oftmals unklar war, ob dies einer unglücklichen Verdrehung der Tatsachen geschuldet war oder einer gezielten Manipulation. Ein solches Beispiel gab es auch Anfang Februar 1626.

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28. Januar 1626: „so mache man ein par Million alle Jahr fertig“

Die Finanzierung der Feldzüge war von Anfang an ein großes Problem, das alle Kriegsherren umtrieb. Als Wallenstein im Sommer 1625 erstmalig als Kommandeur kaiserlicher Truppen in Erscheinung trat, stellte sich schnell heraus, daß das Thema Kriegsfinanzierung eine völlig neue Dimension erreichte.

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15. Januar 1626: Streit um die Garnison in Herford

Welche Armee in welcher Landschaft Quartier beziehen konnte, gab immer schon Anlaß zu Streitereien. Ein besonderer Fall entspann sich Anfang 1626 um die Stadt Herford.

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2. Januar 1626: „ein lautter leedig, Ödes vnnd Lähres Landt“

Zum Jahreswechsel sandte Generalleutnant Tilly an seinen Kriegsherrn Maximilian von Bayern einen ungewöhnlich ausführlichen Bericht über die Situation, in der sich die Armee der Katholischen Liga befand. Er beschrieb das Land als öde und leer, und man ist versucht, den trüben Eindruck als Spiegelung der Stimmung zu verstehen, in der sich der Schreiber augenscheinlich befand.

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2. Dezember 1625: Kurfürstliches Lob für die Offiziere

Der Erfolg der ligistischen Waffen in den Kämpfen bei Seelze war für den Ausgang des Feldzugs keineswegs ein entscheidendes Treffen1. Doch es gab der kaiserlichen Seite großen Auftrieb, besonders in München überwogen Erleichterung und Freude angesichts des Siegs.

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  1. Siehe 4. November 1625: Ein „ritterliches“ Treffen. dk-blog. Abgerufen am 8. November 2025 von https://doi.org/10.58079/1539o . []

25. November 1625: Pressekrieg gegen die Liga

Die Kämpfe, die Tilly gegen den dänischen König zu bestehen hatte, waren nicht einfach. Im Herbst 1625 eröffnete sich aber noch eine weitere Front, als man in München von anti-kaiserlichen oder anti-ligistischen Druckwerken hörte.

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