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2. März 1621: Wie soll sich Hessen schützen?

Das Schicksal des Pfalzgrafen und Königs von Böhmen Friedrich war im März 1621 längst entschieden; spätestens mit der Achterklärung mußten letzte Zweifel beseitigt sein1. Doch wie ging es nun mit der Union weiter, und was konnten ihre einzelnen Mitglieder noch tun? Diese Fragen stellten sich für alle Unionsstände, insbesondere aber für Hessen-Kassel. Landgraf Moritz, ein durchaus entschiedener Anhänger des Pfälzers, sah sich mit diesen Punkten auf dem Landtag konfrontiert, den er Ende Februar einberufen hatte und der am 2. März 1621 beendet wurde2.

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  1. “22. Januar 1621: Die Ächtung des Pfalzgrafen”, in: dk-blog, 26. Januar 2021, https://dkblog.hypotheses.org/2930. []
  2. Die folgenden Ausführungen bei Günter Hollenberg (Hg.): Hessische Landtagsabschiede. 1605-1647 (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen, Bd. 33), Marburg 2007, Nr. 29, S. 134-138: Landtagsabschied, Karthause 2. März 1621. – Der Abschied selbst resümierte dabei auch die landesherrliche Proposition, die landständischen Beschwerden und die Moritz‘ Reaktion darauf, bietet also auch einen kursorischen Einblick in den Verhandlungsgang selbst. []

25. Februar 1621: Der beraubte Hauptmann

Hauptleidtragende der soldatischen Exzesse im Krieg war die Bevölkerung. Doch immer wieder kam es auch unter den Militärs selbst zu gewalttätigen Übergriffen und Ausschreitungen.

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1. Februar 1621: Ein publizistischer Streit unter den Siegern

Wer die Schlacht am Weißen Berg verloren hatte, war unzweideutig. Doch war wer ihr Sieger? Zumindest über die Anteile an dem Zustandekommen des Schlachtenerfolgs oder auch über die Fehler, die den Erfolg zwar nicht verhindert, aber doch erschwert hatten, wurde gestritten. Auslöser war „ain Relation, so mir von Mailandt zuegeschickht worden“, wie Maximilian von Bayern an seinen Feldherrn schrieb.

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8. November 1620: Ein Sancta Maria für den Sieg

Am 8. November 1620 kam es zur Schlacht am Weißen Berg, die den Böhmischen Krieg zugunsten der Habsburger und ihrer Verbündeten entschied. Daß es an dem Tag überhaupt zum Kampf kam, war keineswegs klar gewesen. Zweifel darüber, wie man den Feldzug weiterführen und ob man überhaupt eine Schlacht wagen sollte, gab es bis zuletzt.

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20. September 1620: Einmarsch in Böhmen

Der Feldzug des ligistischen Heeres nach Oberösterreich war ein voller Erfolg gewesen; bereits in der zweiten Augusthälfte orientierte sich Maximilian von Bayern deswegen nach Niederösterreich. Er suchte dort den Anschluß an die kaiserlichen Truppen unter Bucquoy. Am 8. September trafen beide Heere bei Horn zusammen1.

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  1. Für alles Folgende Anton Gindely, Geschichte des dreissigjährigen Krieges, 1. Abt.: Geschichte des böhmischen Aufstandes von 1618, II. Band, Prag 1878, S. 254 ff. []

4. August 1620: Todesstrafe für Vergewaltigung

Wenn der Krieg begann, gab es auch sofort Exzesse. Praktisch unmittelbar nach dem Einmarsch der ligistischen Truppen setzte das „Prennen“ ein (vgl. https://dkblog.hypotheses.org/2725). Anfang August kamen erste Nachrichten, die über Gewalt gegen Frauen berichteten.

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30. Juli 1620: Mangelnde Sauberkeit beim Militär

Der Feldzug gegen die Aufständischen in Oberösterreich hatte erst vor wenigen Tagen begonnen. Am 24./25. Juli 1620 waren Truppen der Katholischen Liga in diese Region vorgerückt, am 28. Juli war Maximilian von Bayern mit der Nachhut gefolgt. Doch bereits zwei Tage später mußte er seinen Feldherrn Tilly mahnen, daß er gegen die Exzesse einschreite, die seine Truppen im Land verübten.

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24. Juli 1620: Oberösterreichische Bauern leisten Widerstand

Am 24. Juli begann der Einmarsch der ligistischen Armee in Oberösterreich. Die ersten Einheiten rückten unter Generalwachtmeister Haslang vor, Tilly sollte am nächsten Tag mit den anderen Regimentern nachfolgen. Doch noch bevor er selbst aufbrach, kamen erste alarmierende Nachrichten von den Haslangs Truppen zurück.

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19. Juni 1620: Wieder bereit zum Dienst

Im Frühsommer 1620 liefen die Vorbereitungen für den Feldzug auf bayerischer Seite auf Hochtouren. Und man war tatsächlich gut vorbereitet. Sorgen machte allerdings Johann Tserclaes von Tilly, der die Truppen der Katholischen Liga als Generalleutnant führen sollte. Denn er war bereits geraume Zeit krank.

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21. Januar 1620: Wer soll die Ligaarmee kommandieren?

Im Laufe des vergangenen Jahres 1619 hatte sich die Katholische Liga reorganisiert. Die inneren Strukturen verfestigten sich, und auch der Aufbau einer schlagkräftigen Truppe kam voran. Im Januar 1620 kam jedoch die Frage auf, wer überhaupt das Kommando über die Armee der Liga innehaben sollte.

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Eine Fürstin meistert ihr Leben im Krieg

In der Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs dominieren die Fürsten und Feldherren, denn sie planten die Feldzüge, führten die Schlachten und kümmerten sich um die diplomatischen Winkelzüge, die irgendwann zum Frieden führten. Was diplomatische Aktivitäten angeht, darf man allerdings die Fürstinnen nicht unterschätzen, die sich nicht weniger als die regierenden Häupter in die Politk einmischten. Ein Beispiel dafür ist Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Lüneburg. „Eine Fürstin meistert ihr Leben im Krieg“ weiterlesen

Ein tapferer Rittersmann

Nach der Schlacht bei Breitenfeld am 17. September 1631 machte die Nachricht die Runde, daß nicht nur die kaiserlich-ligistische Armee vernichtend geschlagen, sondern daß auch ihr Feldherr Tilly schwer verwundet sei. Mit seinem Tod mußte man rechnen, und so war es naheliegend, sein Leben zu bewerten. „Ein tapferer Rittersmann“ weiterlesen

Ein falscher Ratschlag und ein unterschlagener Vorwurf

Nach mehr als zehn Jahren militärischer Dominanz bedeutete die Niederlage bei Breitenfeld (17. September 1631) einen Wendepunkt in der Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs. Was das konkret hieß, sollten zahlreiche Mitglieder der Katholischen Liga erfahren, deren Lande von feindlichen Truppen besetzt wurden. Als erster Ligastand machte das Hochstift Würzburg diese Erfahrung, als schwedische Truppen bereits im Oktober sein Territorium überrannten und die Stadt Würzburg samt der Festung einnahmen. Wie konnte es dazu kommen? „Ein falscher Ratschlag und ein unterschlagener Vorwurf“ weiterlesen

Ein Arbeitsnachweis für den Kommandanten

Wenn etwas schief läuft, wird oft ein Schuldiger gesucht. Für den Fall muß man vorsorgen. Idealerweise kann man dann nachweisen, daß man alles richtig gemacht hat. Oder daß man halt nicht anders handeln konnte. In dieser Weise geschah es auch am 14. Oktober 1631 in Würzburg, als sich Adam Heinrich Keller von Schleitheim eine Attestation ausstellen ließ „wegen Übergebung der Statt“. „Ein Arbeitsnachweis für den Kommandanten“ weiterlesen

Bongardt – eine Karriere im Krieg

Wer kennt Wilhelm von dem Bongardt? Nur wenige dürften diesen Namen in der Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs einordnen können. Nein, ich möchte Bongardt keineswegs als eine der übersehenen und verkannten Persönlichkeiten dieser Zeit hervorheben. Vielmehr steht sein Lebensweg als ein Beispiel unter vielen. „Bongardt – eine Karriere im Krieg“ weiterlesen